VDE Prüfung

BGV A3-Prüfung? WARUM? WAS? WIE OFT?


Berufsgenossenschaftliche Vorschrift § 5 Prüfungen

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel, mit denen Angestellte und Kunden in Kontakt kommen, vor der ersten Inbetriebnahme und nach einer Änderung oder Instandsetzung vor der Wiederinbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft und in bestimmten Zeitabständen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden. Bei der Prüfung sind die sich hierauf beziehenden elektrotechnischen Regeln zu beachten. Auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen. Zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes sind elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederholt zu prüfen. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen obliegt einer Elektrofachkraft.



Wie selbstverständlich fahren wir regelmäßig mit unserem Fahrzeug zur Hauptuntersuchung, um den technischen Zustand überprüfen zu lassen. Natürlich ist das wichtig - es geht schließlich um unsere Sicherheit! Tatsache ist, dass in vielen Betrieben elektrische Anlagen und Betriebsmittel, trotz einer gesetzlichen Vorschrift, nicht überprüft werden.

Wie steht es um unsere Sicherheit am Arbeitsplatz und die Verantwortung des Unternehmers?

Als Reaktion auf die hohe Anzahl an Arbeitsunfällen wurde die Geräteprüfung Teil des Arbeitssicherheitsgesetzes, mit dem Ziel Unfälle zu verringern. Die Maßnahmen der letzten Jahrzehnte zeigen Wirkung. Früher war die Anzahl der tödlichen Elektrounfälle (1970 ca. 270) relativ und absolut viel höher als heute. Aber dennoch waren es 2008 immer noch 63 Personen, die als Folge elektrischen Stroms ums Leben gekommen sind.

Hierbei werden die Opfer elektrisch gezündeter Brände nicht berücksichtigt. Es lohnt sich also, Sicherheit zu praktizieren.



Jeder Arbeitgeber hat erforderliche Maßnahmen zu treffen, damit den Beschäftigten nur Arbeitsmittel bereitgestellt werden, die für den Einsatz geeignet sind und bei bestimmungsgemäßer Benutzung Gesundheit und Gesundheitsschutz gewährleisten.
Die Gefährdungsbeurteilung, in der die Maßnahmen für jeden Prüfling konkretisiert werden und der Intervall für die Wiederholung festgelegt wird, sowie die Überprüfung und Beurteilung darf der Arbeitgeber an eine befähigte Person weitergeben.
Befähigte Personen für die Geräteprüfung müssen über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen, um die geforderte Prüfung in Abhängigkeit zur gesamten Komplexität durchführen zu können.
In den Technischen Regeln Betriebssicherheit (TRBS) 1203 werden diese Anforderungen durch Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit genauer definiert.

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte muss vor der Erstinbetriebnahme, nach der Instandsetzung, nach der Reparatur und in regelmäßigen Wiederholungsprüfungen durchgeführt werden.
Sie muss die Sichtprüfung, die Messung des Schutzleiterwiderstandes, des Isolationswiderstandes, des Schutzleiter-/ Berührungsstromes sowie den Nachweis der sicheren Trennung vom Versorgungsstromkreis (SLEV/PELV) umfassen.
Die komplette Prüfung endet mit der Funktionsprüfung und Dokumentation der Ergebnisse. Sollten weiter Schutzmaßnahmen (Notausschalter, FI/RCDs, Thermoabschaltelemente in Wasserkochern, etc.) verbaut sein, müssen diese ebenfalls in die Überprüfung einbezogen werden.

Produkt-Bilder


Nützliches

vorheriges Produkt